Schwere Aufgabe in Breitengüßbach überstanden

Die Vorzeichen für das Spiel standen alles andere als gut. Im Freitagstraining zog sich Christian Bittel eine Sprunggelenksverletzung zu, deren genaue Diagnose noch aussteht. Auch David Hasapetjan war bis kurz vor Spielbeginn fraglich und musste am Freitag pausieren. Nicht zu vergessen der mittlerweile Langzeitverletzte Alex Winner, dem diese Woche noch eine Nachuntersuchung seines Sprunggelenks bevorsteht. Letztlich standen dann doch zehn einsatzfähige Spieler bereit.

Das Spiel begann nach dem Geschmack der Gäste und man konnte sich direkt mit zwei Dreiern und einem Abschluss am Brett mit acht Punkten absetzen. Danach ging allerdings gar nichts mehr in der Offensive. Weder der spektakuläre Dunkingversuch von Christoph Engert am Mann, noch viele Distanzwürfe wollten ihr Ziel finden. Breitengüßbach, das bis dahin schwächste Dreierteam der Liga, hingegen traf plötzlich aus allen Lagen. Viertelstand 16:8.

Noch von einer seltenen Phase ausgehend, veränderte man auf Gästeseite die 2-1-2 Zonenverteidigung nicht. Nachdem aber der Dreierregen nicht aufhören mochte, stellte man auf eine 3-2 Ballraumverteidigung um, die die Gäste direkt vor einige Probleme stellte. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt bereits ein 15-Punkte-Rückstand auf der Anzeigetafel, der gegen einen Tabellenzweiten erst einmal egalisiert werden will. Bis zur Halbzeit konnte man den Vorsprung immerhin wieder in den einstelligen Bereicht drücken. 36:27

In einer kurzen Halbzeitansprache wurde lediglich darauf hingewiesen öfter von den Außenpositionen den Weg zum Korb zu suchen und in der Verteidigung nicht nachzulassen. Die Einstellung stimmte und so wollte man sich das Glück im Angriff verdienen. Es war ein schnelles und über lange Strecken sehenswertes hin und her und keine der Mannschaften war bereit als Verlierer das Feld zu verlassen. Breitengüßbach konnte aber nicht verhindern, dass sich der TTV Stück für Stück herankämpfte. Nour Jenniat, der in der ersten Hälfte noch wenig in Erscheinung getreten war, trug phasenweise die Offensive. Bis zum Viertelende konnte der Rückstand aus der ersten Halbzeit ausgeglichen werden. 54:54

Im letzten Viertel zeichnet sich nach und nach ab, das nun Neustadt am Zug war. Die Distanzwürfe wurden deutlich besser verteidigt. Lediglich Regionalligahühne Nieslon wurde ab und an unter dem Korb vergessen. Leider wurden auf beiden Seiten die Bigmen durch nicht immer nachvollziehbare Pfiffe aus dem Spiel genommen, was auf Gästeseite Nedal Jenniat und Christoph Engert mit je fünf Fouls zum Zuschauen verdammte. Auf der anderen Seite ereilte Nieslon und Land das selbe Schicksal. Am Ende steht ein wichtiger und hart erkämpfter Sieg für die TTVler, die nun auch Breitengüßbach distanzieren können. 69:74

Gleichzeitig konnte auch Erlangen gewinnen, die nun wohl der letzte verbliebene Verfolger sind mit drei Niederlagen. Hier konnte man das Hinspiel auch lediglich mit 11 Punkten Differenz für sich entscheiden und so ist auch der direkte Vergleich noch alles andere als gewonnen. Die kommenden Spiele gegen Heroldsberg, in Schweinfurt, gegen Eckersdorf, gegen Eggolsheim und am 22.02.2020 gegen Erlangen werden wohl die vorentscheidenden sein und ein Sieg gegen Erlangen könnte unter idealen Umständen bereits den Aufstieg bedeuten.

Es spielten: Aaron Lachner (27 Punkte), Nour Jenniat (24), Holger Wägner (6), Rami Achour (4), Adrian Hümmer (4), Nedal Jenniat (4), Markus Fett (3), Christoph Engert (2), David Hasapetjan und Danny Wägner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.