Überraschend deutlicher Erfolg im Spitzenspiel

Nachdem sich unter der Woche Alexander Winner am Sprunggelenk verletzt hatte, war glücklicherweise wieder Sebastian Brehm für ein paar Minuten mit auf der Bank. Auch Danny Wägner setzte aus und wird hoffentlich kommenden Samstag in Würzburg wieder mit von der Partie sein, wohingegen Alex Winner erst 2020 wieder eingreifen wird.

Beide Teams zeigten direkt von Beginn an ihr offensives Potential und es stand binnen zwei Minuten 7:10 für Weiden. Anschließend folgte die erste starke Phase der Gastgeber, die sich mit einem 14:0-Lauf etwas absetzen konnten. Zum Ende des ersten Abschnitts wieder ein offensiver Schlagabtausch, wonach beide Teams bereits je vier erfolgreiche Dreipunktwürfe verzeichnen konnten. 27:18 für den TTV.

Das zweite Viertel ging mit ebenso viel Geschwindigkeit weiter und auf beiden Seiten vielen die Würfe. In der Verteidigung ließ – ebenfalls auf beiden Seiten – die Geschwindigkeit auf den Beinen oft zu Wünschen übrig und es wurden die Hände zur Hilfe genommen. Eine hohe Foulbelastung auf beiden Seiten (6:8 persönliche Fouls) war die logische Konsequenz mit vielen Freiwürfen. Ein entscheidender Unterschied zeigte sich aber in der Disziplin der beiden Teams. Während Weiden sich zunehmend mit den Schiedsrichtern beschäftigte – zwei T-Fouls waren die Folge – konzentrierten sich die Gastgeber auf ihr Spiel. Halbzeitstand 53:44

Bei einem Spiel, in dem auf beiden Seiten viel gescort wird, war selbstverständlich noch nichts entschieden. Es war dann auch an Weiden, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Nachdem bereits Jones nach drei persönlichen und einem technischen Foul im zweiten Viertel die zweite Hälfte von der Bank verfolgen musste, wurde auch Jezek nach einer Unsportlichkeit beim Rebound in der 22. Minute zum Zuschauen verdammt. Neustadt wusste das zu nutzen, hielt das Tempo hoch und konnte so zur 30. Minute mit 82:55 ein gutes Polster erspielen.

Im letzten Abschnitt gab Weiden nochmal richtig Gas. Auf Gästeseite fiel nun jeder Wurf und Neustadt fiel im Angriff wenig ein. Viele Ballverluste und unnötige Fouls brachten Weiden nochmal auf 84:72 heran und kosteten zwei Auszeiten binnen weniger Minuten. Anschließend fing sich der TTV wieder, konnte auch hinsichtlich eines möglichen direkten Vergleichs den Vorsprung ausbauen und mit 102:82 das Feld verlassen.

Offensiv war das bis auf die ersten vier Minuten des letzten Viertels eine wirklich ordentliche Leistung. Die großen Spieler wurden besser als in einigen Spielen zuvor ins Spiel eingebunden und Nedal Jenniat konnte sich mit 18 Punkten bedanken. Lediglich die vielen Ballverluste sollte man in den kommenden Spielen dringend reduzieren. In der Verteidigung ist bei 82 kassierten Punkte aber noch viel Luft nach oben. „Dass Weiden 34 Freiwürfe bekommt und davon einige Bonusfreiwürfe, ist inakzeptabel!“ sprach Co-Trainer Erik Cosmar einen wichtigen Punkt an. Aber auch neun erfolgreiche Dreipunktewürfe sind einfach zu viel. Hier ist viel Arbeit in den kommenden Wochen nötig, damit wir gegen Mannschaften, die Schwächephasen wie zu Beginn des Schlussabschnitts entscheidend nutzen können, nicht am Ende mit leeren Händen dastehen.

Es spielten für den TTV:
Aaron Lachner (31 Punkte/6 Dreier), Nedal Jenniat (18), Christian Bittel (15/1), Holger Wägner (12), Nour Jenniat (11/1), Christoph Engert (7), Markus Fett (6), David Hasapetjan (2), Rami Achour und Sebastian Brehm

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