Auch in Erlangen nicht zu stoppen

Am Samstag standen wieder elf Spieler im Neustädter Kader. Auch Adrian Hümmer hat sein Comeback noch 2019 in Aussicht gestellt, konnte in Erlangen aber noch nicht eingreifen. Trotzdem waren auch Sebastian Brehm und Adrian Hümmer zur Unterstützung mit in die Universitätsstadt gekommen.

Den Start darf man wohl als verschlafen bezeichnen. Nach vier Minuten und einem 10-0 Run war bereits die erste Auszeit der Gäste nötig. Danach ging Christian Bittel voran und konnte seine Farben mit zwei erfolgreichen Abschlüssen trotz Foulspiels und damit Bonusfreiwurf, wieder auf 10-7 heranbringen. In der Folgezeit entwickelte sich ein zähes Spiel, dass auch durch viele Pfiffe keinen Rhythmus fand. Kein Team konnte sich bis zur Halbzeit entscheidend absetzen. Auf Neustädter Seite kochte dann, wie die Erlangener Zuschauer richtig bemerkten, sowohl bei Coach als auch bei Centerhühne Christoph Engert das „T(ee)wassser“. Beim Coach blieb es dieses Mal bei der Ermahnung. Insgesamt ließ sich das Gästeteam aber nicht aus der Ruhe bringen und mied die Diskussionen mit den Unparteiischen. Wie bereits zum Ende des ersten Abschnitts, rettete Erlangen mit dem letzten Wurf die 2-Punkte-Führung in die Pause.

Es war zur Halbzeit schon absehbar, dass wohl kein sportlicher Leckerbissen mehr bevorstand. Es würde sich das Team die Punkte holen, das es mehr wollte. So intensivierten die Gäste die Verteidigung und ließen in der zweiten Hälfte des dritten Viertels keine Punkte mehr zu. Auch die Foulanzahl wurde entscheidend reduziert. Leider stockte die Offensive weiterhin, so dass lediglich eine 47-42 Führung nach 30 Minuten auf der Anzeigetafel stand.

Eben diese Führung egalisierte Bosse mit fünf schnellen Punkten. Danach besannen sich die TTVler auf ihre Vorteile am Brett, konnte immer wieder den Ball an die Bigmen bringen, die dann entweder selbst abschlossen oder ihre freien Mitspieler jenseits des Perimeters fanden. Wenigstens das letzte Viertel, das mit 22-16 gewonnen wurde, war dann auch offensiv das, was man sich vorgestellt hatte. In den letzten vier Sekunden konnte dann noch ein sogenannter „Quickhitter“ erfolgreich gespielt werden, den Christian Bittel mit einem direkten Alley oop Anspiel von Rami Achour abschloss. 69-58 Auswärtssieg.

„Zum Einen hat man wieder gesehen, dass unser tiefer Kader aktuell der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Mannschaften ist. Wir sind in der Lage jede schwächere Tagesform zu kompensieren.“, äußerte sich ein zufriedener Coach nach dem Spiel. „Speziell für David freue ich mich, dass er sich für seine immer konzentrierte Arbeit im Training diese Saison auch in den Spielen belohnt.“, bekam David Hasapetjan ein Sonderlob. Nach diesem bislang perfekten Saisonstart mehren sich die Stimmen im und um das Team, dass doch nun der Meistertitel das realistische Saisonziel sein müsse. „Wir haben aktuell die beste Ausgangslage, aber ich bleibe bei meiner Einschätzung vom Saisonbeginn, dass wir die TOP 3 ohne größere Verletzungen erreichen sollten. Um am Ende ganz oben zu stehen, braucht man aber eben auch Glück. Außerdem kommen jetzt noch Weiden und Kulmbach, die super unangenehm zu spielen sind. In der Rückrunde sind harte Spiele dann auswärts in Weiden und Schweinfurt, die man zunächst zu Hause hatte. Ich denke, dass wir gut beraten sind, von Spiel zu Spiel zu denken. Dafür bin ich auch gerne bereit, etwas ins Phrasenschwein zu werfen.“ versucht Trainer David Muck die Konzentration auf die kommenden Aufgaben zu richten.

Es spielten:

Christian Bittel (19 Punkte), Nour Jenniat (16), Aaron Lachner (8), Holger Wägner (6), David Hasapetjan (5), Christoph Engert (4), Nedal Jenniat (4), Markus Fett (3), Rami Achour (2), Alexander Winner (2) und Danny Wägner

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