Nach Sieg im Spitzenspiel grüßt der TTV von der Tabellenspitze

Für die Vorbereitung auf das Spiel standen den Coaches in beiden Trainingseinheiten unter der Woche zehn Spieler zur Verfügung, was sowohl eine taktische als auch intensive Vorbereitung zuließ. Nedal Jenniat war wieder voll dabei und konnte ohne große Beeinträchtigung trainieren. Am Samstag standen dann insgesamt elf Spieler zur Verfügung – nur Adrian Hümmer laboriert noch an einer Knieverletzung.

Für den TTV starteten Captain Holger Wägner, Christian Bittel, Aaron Lachner, Christoph Engert und Nedal Jenniat. Es war bereits vor dem Spiel klar, dass man auf Seiten der Gäste irgendwie deren Bigman Tim Zenger im Griff behalten sollte. Auf der anderen Seite war die Vorgabe im Zweifel die Penetrations zum Korb zu unterbinden und dafür den ein oder anderen Distanzwurf zu akzeptieren. Diese Einschätzung wurde direkt durch die Gäste mit zwei erfolgreichen Dreiern bestraft – einer davon über das Spielbrett. Insgesamt stimmte aber die Intensität in der Verteidigung und in der Offensive konnte man sehr gute Lösungen gegen die Mannverteidigung der Gäste finden. Nach zehn Minuten stand eine 24-16 Führung auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Spielabschnitt versuchten sich die Gäste dann an einer Ballraumverteidigung, die auch direkt griff und die Neustädter Jungs vor einige Probleme stellte. Selten wurden gute Lösungen gefunden und auch die Würfe, die man bekam fanden zu selten ihr Ziel. Ganz anders Schweinfurt. Sie nutzten die oft schläfrige Zonenverteidigung der Gastgeber für leichte Punkte und zogen mit einem 13-0-Lauf an den Neustädtern vorbei zum 29-27 nach 15 gespielten Minuten. Anschließend fing sich der TTV wieder und konnte den Rest des Viertels ausgeglichen gestalten. Durch einen Dreier in den letzten Sekunden gingen die Gäste aber mit einer 2-Punkteführung in die Halbzeitpause. 36-38.

Für die zweite Hälfte entschieden sich die Gastgeber dann auf eine Mannverteidigung umzustellen, um so die vorhandene Aggressivität besser nutzen zu können. Speziell Nedal Jenniat und Markus Fett wurde die Aufgabe der Bewachung von Tim Zenger zu Teil, der immer wieder seine Würfe aus der Mitteldistanz verwandeln konnte. Lediglich die Entfaltung seiner Passqualität gelang es nahezu über die gesamte Spielzeit durch viel Druck zu unterbinden.

Im dritten Viertel dann viel Kampf auf beiden Seiten. Auf Seiten der Gastgeber war nun Christian Bittel der entscheidende Mann im Angriff. Ihm war es zu verdanken mit seinen 12 Punkten alleine in Viertel Nummer 3, dass der dritte Spielabschnitt unentschieden endete. Also gingen die Neustädter mit einem 52-54 in den letzten Spielabschnitt.

Ein super spannendes Spiel für die Zuschauer zeichnete sich ab. Kein Team konnte sich mit mehr als vier Punkten absetzen und die Führung wechselte ständig – insgesamt 14 Mal in diesem Spiel bei 11 Mal unentschieden. Als dann 29 Sekunden vor dem Ende ein 70-68 für die Gäste auf der Anzeigetafel stand, kam die Stunde unseres Neuzugangs Rami Achour, der irgendwie den Ball gewinnen sollte. Tatsächlich gelang es den drei Guards den Druck aufzubauen, den Ball zu gewinnen und mit Foul erfolgreich in Person von Aaron Lachner abzuschließen. Ausgleich und ein Freiwurf für Neustadt. Leider konnte Aaron diese Chance nicht nutzen, aber der Ball blieb durch gute Reboundarbeit in Neustädter Hand. Jetzt konnte man also das Spiel entscheiden. Tatsächlich gelang es Aaron an der Dreierlinie freizuspielen, der den freien Dreier allerdings vergab. Verlängerung!

Trotz der kurz gewählten Rotationen wurde die Intensität speziell an den Brettern nochmals erhöht. Auch Aaron Lachner war sich nicht mehr zu schade die dreckige Arbeit zu machen und konnte sich einen Rebound nach dem anderen sichern. Auch offensiv konnten sich die Gastgeber an diesem Tag auf Christian Bittel verlassen, der mit einem Dreier eröffnete und in der 44. Minuten zum 80-74 alles klar gemacht haben sollte – von wegen. Durch Ballverluste und vergebene Würfe konnte Schweinfurt in Person von Tom Ludwig noch zwei Punkte aus dem Feld und glücklicherweise nur einen von vier möglichen Punkten von der Freiwurflinie verwerten. Nedal Jenniat blieb dann der letzte Korb des Abends. Mit dem 82-77 stehen nun die Jungs des TTV an der Tabellenspitze.

Neben Chris Bittel, der bisher seine beste Saison spielt und mit 30 Punkte die Offensive des TTV trug, lieferte auch Markus Fett eines seiner besten Spiele im Trikot der Neustädter ab, wobei er über lange Strecken Tim Zenger kontrollieren konnte. Letztendlich haben die Jungs das abgeliefert, was die Vorgabe war. Am Ende muss jeder vom Feld gehen mit dem Wissen, alles in seiner Macht stehende gegeben zu haben. Der Siegeswille war in jeder Sekunde des Spiels zu sehen und zu spüren. Herzlichen Glückwunsch an die Jungs und viel Erfolg am kommenden Wochenende in Eckersdorf.

Es spielten: Markus Fett (5 Punkte), Rami Achour, Nour Jenniat (3), Holger Wägner (14), Aaron Lachner (14), David Hasapetjan, Alexander Winner, Danny Wägner, Nedal Jenniat (8), Christian Bittel (30) und Christoph Engert (8).

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