Sieg der Damen am Ende der Welt (64:52)

Am Sonntag machten sich die Damen des TTV auf die weiteste Auswärtsfahrt der Saison nach Tegernheim. Nach den Ausfällen von Julia Richter, Jana Hirsch, Marlene Bruder und Anne Rümler reisten die TTV Mädels mit Unterstützung von Selin Özcan aus der Jugend in die Oberpfalz.

Umso weiter man in Richtung Osten unterwegs war, desto kälter und nebeliger wurde es. Zum Glück hatte man sich schon frühzeitig auf den Weg gemacht und konnte so entspannt über die Autobahn fahren.

Zu Beginn des ersten Viertels funktionierte im Angriff noch nicht viel und auch in der Verteidigung brauchte man drei Minuten, um aufzuwachen. Danach jedoch kam man ins Rollen und beendete das Viertel mit einem 17-4-Lauf. Es gelang die Bretter auf beiden Seiten zu kontrollieren und so immer wieder zweite Wurfchancen zu kreieren. Außerdem lernte man aus den ersten kleinlichen Foulpfiffen und lies die Finger meistens bei sich.

Ins zweite Viertel startete man stark und man konnte sich schnell auf 25:9 absetzen, was allerdings auch die höchste Führung der Partie darstellen sollte. Danach kam man in der Verteidigung immer einen Schritt zu spät und kassierte so ein Foul nach dem anderen. Außerdem konnten die Gastgeberinnen wie sie wollten unbedrängt in die Zone schneiden. Völlig verdient konnte Tegernheim so die Führung zur Halbzeit auf fünf Punkte reduzieren (31:26).

In der zweiten Halbzeit versuchte man sich an einer Zonenverteidigung, da die Oberpfälzerinnen bis dahin nicht besonders durch Würfe aus der Distanz glänzen konnten. Man brauchte zwar ein bisschen, bis man wieder wusste für welche Räume man zuständig war, doch anschließend konnte man die Angriffe von Tegernheim wieder ins Stocken bringen. Vorne wurde aber viel zu chaotisch agiert. Wenn man es mal schaffte das Spiel zu organisieren, sprangen fast immer ordentliche Abschlussmöglichkeiten heraus. Außerdem fielen die beiden Unparteiischen durch viele Pfiffe auf, die das Spiel nicht gebraucht hätte. Am Ende gewinnt Tegernheim auch das dritte Viertel und der Vorsprung schrumpft auf zwei Punkte (41:39).

Im letzten Viertel gelang es dann den Gastgeberinnen tatsächlich das Spiel zu drehen und sie konnten nach der Führung zu Beginn des Spiels erneut nach 35 gespielten Minuten mit einem Punkt in Führung gehen. In der 37. Minute dann war Trainer David Muck mit einer Entscheidung der Unparteiischen nicht einverstanden. Die lautstarken Bemerkungen wurden mit einem technischen Foul bestraft, was aber die Gäste wieder aufzurüttelten schien und Neustadt mit einem 10-0-Lauf beantworten konnte. So war das Spiel entschieden und der Coach konnte bei einer Heimauszeit 25 Sekunden vor dem Ende beruhig austreten gehen.

Insgesamt kamen alle Spielerinnen zu vielen Einsatzminuten und konnten auch punkten. Jede einzelne konnte so ihren Beitrag zum Sieg leisten. Positiv war auch, dass trotz des Ausfalls von Leistungsträgerinnen, viele Spielerinnen Verantwortung übernahmen. Angeführt von einer pfeilschnellen Alena Liegl konnte man viele Fastbreaks in Punkte umwandeln. Aber auch Theresa Winkelspecht und Eva Borrmann übernahmen in entscheidenden Phasen Verantwortung und hielten so das Team im Spiel. Auch die Konstanz von Kapitän Steffi Arras hilft nicht nur in diesem Spiel weiter. Mit Selin Özcan wird in dieser Saison die nächste Jugendspielerin integriert, die sich gut in die Mannschaft einfügt. Wenn der Mut noch ein bisschen wächst, werden wir noch viel Freude an ihr haben.

Es spielten: Alena Liegl (23 Punkte), Steffi Arras (16), Theresa Winkelspecht (11), Eva Borrmann (8), Selin Özcan (3), Linda Winkelspecht (2) und Katherina Koprivali (1)

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